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Botanische Reise
Die Metasequoia (Metasequoia glyptostroboides) – ursprünglich aus China stammend – ist eine echte Kuriosität: Dieser Nadelbaum verliert im Winter seine Nadeln, wobei er sich zuvor im Herbst einen wunderschönen kupferfarbenen Ton zulegt.
Nur drei Nadelbäume verlieren ihre Nadeln jährlich: die Metasequoia, die Sumpfzypresse und die Lärche. Dies lässt sich dadurch erklären, dass ihre Spaltöffnungen – winzige Poren, die den Gasaustausch und die Transpiration regulieren – grösser sind als die anderer Nadelbäume. Im Winter könnten diese grösseren „Öffnungen“ beispielsweise zum Austrocknen des Baumes führen, wenn der Waldboden noch gefroren ist, während die Sonne auf die Baumkronen scheint (Evapotranspiration, die nicht durch Wasseraufnahme über das Wurzelsystem ausgeglichen wird).
Die Metasequoia kann in ihrem natürlichen Lebensraum eine Höhe von bis zu 50 Metern erreichen. Sie wächst schnell und ihre Geschichte ist faszinierend: Dieser Baum existierte bereits zur Zeit der Dinosaurier, vor mehr als 200 Millionen Jahren. Man hielt ihn bis 1941 für ausgestorben, bis er in China wiederentdeckt wurde. Botaniker sprechen von einem „lebenden Fossil“, und diese Wiederentdeckung gilt als eines der bedeutendsten Ereignisse der Botanik des 20. Jahrhunderts.
Dieser Baum wächst schnell und ist vor allem in der Nähe von Gewässern zu finden, da er für sein Wachstum feuchten Boden benötigt. Er ist schon von weitem an seinen tief hängenden, diagonal verlaufenden Ästen zu erkennen, die ihm eine einzigartige Silhouette verleihen.